Die Person

Seit ein paar Jahren kenne ich den Inhaber der Hamburger Feuerwehrshops, Kai Stolte. Er ist regelmäßig Aussteller auf der Modellbaumesse in den Westfalenhallen in Dortmund, so auch wieder in diesem Jahr. Gestern habe ich ihn getroffen und wir hatten ein spannendes Gespräch über Marketing.

Kai Stolte sagt von sich, dass er alles „Learning by Doing“ macht. Er hat einen Onlineshop, ist auf Messen und Ausstellungen unterwegs und nimmt bei Bedarf verschiedene Jobs an, um notwendige Geldmittel aufzutreiben – vom Schneeschippen im Winter bis zu gelegentlichten Montagetätigkeiten bei Sanierungsfirmen. „Es ist unheimlich anstrengend, selbständig zu sein – aber ich möchte es nicht anders haben!“

Die erfolgreiche Marketingstrategie

Seine Strategien

Gestern sind wir auf das Thema Marketing zu sprechen gekommen. Nachdem er mt seinem Shop jahrelang versucht hat, es allen recht zu machen, fährt er nun folgenden Strategien, deren Erfolg nach seiner Aussage inzwischen auch spürbar ist:

  • Hochpreisstrategie mit Spezialisierung auf eine bestimmte Zielgruppe unter der Prämisse, dass die Qualität stimmt und das Preisniveua rechtfertigt
  • Sonderangebote und Discount nur zu sehr ausgewählten Anlässen („Ich habe nichts zu verschenken!“)
  • Professioneller Internetauftritt, Shop-Gestaltung von einer Designerin, Funktionalitäten von einem Programmierer („Der Shop hat mich 20.000 Euro gekostet!“), Responsive Design
  • Werbung über Facebook. Headline, Bild, wenig Text und sofort Link zum Shop (Tagesbudget zwischen 10 und 30 Euro in Abhängigkeit vom Wochentag – sonntags zum Beispiel mehr)
  • Zielgruppe emotional ansprechen (Nicht: „Du bekommst eine tolle Wollmütze!!“, sondern „Du wirst Dich, wenn du den Helm absetzt, nicht erkälten!“ à Kundenutzen statt Fakten
  • Im Shop sowohl die Möglichkeit, als Gast zu kaufen, als auch die Kundendaten zu hinterlegen (was vier Fünftel der User tun. Dieser Wert ist ein hervorragender Indikator für das Standing und die Vertrauenswürdigkeit, die sein Shop ausstrahlt.)
  • Blogposts

Die Facebookwerbung hat ihn im Contentbereich von Google bei seinen wichtigsten Keywords  in die Top-Positionen gebracht. Morgens geht es immer erstmal damit los, dass er Facebook und Google Analytics scannt, um den Erfolg seiner Anzeigen zu prüfen.

Kai Stolte sagt, dass er häufig ein Bauchgefühl hat, was die Richtung der Werbeaktionen angeht, und sich dann professionelle Partner für die Umsetzung sucht.

Detail Hand hlt sich an Griff fest, Kletterer/ Bergsteiger in Halle

Die Schlussfolgerung

Im Grunde bestätigt er das, was Dirk-Michael Lambert auch in seinem Coaching lehrt: Ziehe deine Strategie konsequent durch, Kundennutzen formulieren, die emotionale Seite der Kunden ansprechen.